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Dienstag, 16. Oktober 2012

Buchauszug: Das Herz des Vedanta



Das Herz des Vedanta von Sri Shankaracharya
Die vier Hauptthemen
“Definiert eure Begriffe”, ermahnte 1200 Jahre vor
Shankaracharya der griechische Philosoph Sokrates seine
Schüler, als er die vornehme Jugend seiner Zeit auf der
Akropolis und auf den Strassen und Plätzen Athens in der
Kunst des Debattierens unterwies. Wie kann man Jungbürgern
die Demokratie und reifen Menschen das geistige
Lebensziel erklären, wenn jeder nur schon unter diesen
zwei Allgemeinbegriffen etwas anderes versteht?
Shankaracharyas Klarheit in Didaktik und Ausdruck
sind bereits im Unterabschnitt ‘Die vier Hauptthemen’ erkennbar.
Vedanta ist eine Wissenschaft. Sie gründet in
den 108 klassischen Upanishaden mit ihrer tiefen Symbolik,
den verborgenen Sinngehalten und der oft schwer
verständlichen Ausdrucksweise. Kein Geringerer als der
Grossmeister des Advaita-Vedanta hat ihre Leitsätze übersichtlich
zusammengestellt, damit opferbereite Menschen
– vom Zwang zur Wiedergeburt erlöst – den Zustand immerwährender
Glückseligkeit erlangen.

Mittwoch, 2. Februar 2011

Kundenrezensionen: Das Kronjuwel der Unterscheidung: Ein Weg zur Gotterfahrung

Amazon.de: Kundenrezensionen: Das Kronjuwel der Unterscheidung: Ein Weg zur Gotterfahrung: "5.0 von 5 Sternen Die Essenz der Essenz, 13. November 2009
Von
Navigator (Dortmund) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Das Kronjuwel der Unterscheidung: Ein Weg zur Gotterfahrung (Gebundene Ausgabe)
Das Buch wird seinem Titel in unglaublicher Weise gerecht, indem es die Augen öffnet für das Wesentliche unserer Existenz und aller Prozesse des Bewußtseins. Eine 'Bibel', die nicht fordert zu glauben, sondern die die Erscheinungen des Werdens erklärt. Originalrezitate und Kommentare sind ausgewogen. Es lohnt sich die Mühe der Lektüre des ganzen Buches, auch wenn sich die Themen wiederholen. Dadurch tritt tatsächlich eine Bewußtseinsänderung ein. Die Erklärung der Subjekt - Objektbeziehungen und der verwobenen Struktur unseres Seins sowie der Ort von Bewußtsein und Universalität sind unvergleichlich. Dieses Buch verdient einen Platz neben der Bibel, den Upanishaden und den gröten Werken der Weltphilosophie. Dank an Emanuel Mayer, der uns diese Zeilen zugänglich gemacht hat."

Samstag, 29. Januar 2011

Kundenrezension: Das Kronjuwel der Unterscheidung von Shankaracharya

Rezension von Herrn Reinhold Bertscheit aus Augsburg:

Das Buch ist eines der schönsten Bücher, die ich habe. Die Aufmachung des Buches ist phantastisch, es liegt wunderbar in der Hand. Wie könnt Ihr so schöne Bücher machen, zu so einem günstigen Preis? Allein das Buch in der Hand zu halten, ist eine große Freude.

Auch die Kommentare zu Shankaras Versen sind großartig. Sie sind eine Art „Ruminatio“, um nochmals den Vers „wiederzukäuen“.

Und die Idee, den Original-Sanskrit-Test im hinteren Teil mit abzudrucken ist auch Klasse. Leider kann ich nicht Sanskrit, aber allein wenn man die Form der Verse betrachtet, kann man in Ekstase geraten und will sofort Sanskrit lernen. Das ist ja eine unglaubliche Sprache, eine „Sprache der Götter“.

Und SHANKARA ist sowieso ein Geistesriese. Er hat alles durchdacht, ohne technische Hilfsmittel, ohne wissenschaftliche Versuchsanordnungen. Jeder Naturwissenschaftler, der irgendeinen Unfug behauptet, z.B. wie die Gehirnforscher – „Der Mensch ist sein Gehirn“ – oder Richard Dawkins, der angeblich bewiesen hat, dass Gott nicht existiert, sollten erst einmal ein paar Verse von SHANKARA lesen.

Ich war so traurig, als das Buch zu Ende war. Aber klar, es ist ein „ewiges Buch“ und ich werde es deswegen nach einer gewissen Zeit (bis sich die Gedanken SHANKARAs in mir „gesetzt“ haben) erneut lesen.

Montag, 17. Januar 2011

Buchauszug: Poesie des Vedanta von Sri Shankaracharya

Kurzbiografie von Shankaracharya


Für Shankaracharyas zeitlose Bedeutung als Philosoph, Reformator und Mystiker sprechen die vielen Biografien, die über tausend Jahre nach ihm von indischen und westlichen Autoren, zum Teil erst in den letzten zehn Jahren, veröffentlicht wurden. Vieles im Leben Shankaracharyas ist legendär. Nur weniges erscheint historisch gesichert. Auch die von den Gelehrten überwiegend anerkannte Lebensspanne (788–820 A.D.) wird von manchen um Jahrhunderte früher angesetzt. Unbestritten ist die Tatsache, dass sein Wirken in eine Zeit geistigen Umbruchs fällt.

Wichtig sind für den westlichen Leser die geistige Hinterlassenschaft, die Lehren des erleuchteten Shankaracharya über die Philosophie des Advaita-Vedanta, die Wissenschaft von der Absoluten Wirklichkeit und der Identität des Selbst aller Lebewesen mit dem Absoluten. Wir beschränken uns in der Folge auf die allgemein anerkannten Angaben über das Leben des großen Meisters im alten Indien.

Geburt und Jugend
Shankaracharya (Meister Shankara) – auch Bhagavatpada oder nur Shankara genannt - wurde 788 n.Chr. in die orthodoxe Priesterfamilie der Nambudaris im Dorf Kaladi, Kerala, Südindien, geboren. Sein Vater hieß Shivaguru, seine Mutter Aryambal.

Schon im zarten Alter zeigte Shankara seine überragende Geisteskraft. Dank seines außergewöhnlichen Gedächtnisses konnte er lange Sanskrit-Texte nach nur einmaligem Anhören vollständig wiedergeben. Die Biografen Shankaras - Madhava und Anandagiri -
erzählen von vielen Ereignissen in seiner Jugend, die das große geistige Potential und seine philosophisch-mystische Veranlagung erkennen ließen.

Noch nicht 16-jährig hatte Shankara das Studium der gesamten vedischen Literatur mit Auszeichnung abgeschlossen. Äußerst interessiert an Philosophie und inneren Werten entschloss er sich, Mönch zu werden und die Wahrheit über die Welt und Gott in unmittelbarer, mystischer Erfahrung zu erkennen.

Auf der Suche nach einem erleuchteten Meister fand er Govinda Bhagavatpada, der am Fluss Narmada in Zentralindien mit seinen Schülern lebte. Dort übte sich Shankara in geistigen Disziplinen und vertiefte sich ins Studium der Upanishaden und anderer mystischer Lehren. Durch die harte Schule des Meisters erreichte er in kurzer Zeit das Ziel seines geistigen Strebens. Sodann beauftragte ihn Govinda Bhagavatpada, die Lehre des Advaita - der Einheit der Seele mit Gott, dem Absoluten Bewusstsein - in ganz Indien den Menschen aller Schichten und Stände zu vermitteln.

Verbreitung der Advaita-Lehre
Im Wallfahrtsort Badrinath - in den Himalayas -, verfasste Shankara zunächst ausführliche Kommentare zu den drei wichtigsten Werken der vedantischen Literatur: den Brahma-Sutras, den 10 älteren Upanishaden und zur Bhagavad-Gita. Darin legte er seine Erkenntnis nieder, dass die individuelle Seele und das Absolute Bewusstsein in ihrer Essenz ein und dasselbe sind.

Da die Menschen im Indien der damaligen Zeit schriftgelehrten Philosophen und Meistern gegenüber Herzoffenheit und Lernbereitschaft entgegenbrachten, nutzte Shankara sein Genie nicht allein im Unterweisen ehrfurchtsvoller Schüler. Er setzte sich als Lebensziel, den Leitern sämtlicher philosophischen Schulen, welche die Einheit der Seele mit Gott nicht erfassten und die Menschen in die Irre führten, durch philosophische Debatten das tiefere Verständnis zu ermöglichen. Wohl aus diesem Grund ist Advaita-Vedanta im heutigen Indien so weit verbreitet.

Mit diesem Ziel vor Augen reiste Shankara durch ganz Indien, von Stadt zu Stadt, und verbreitete seine Lehre. Neben seiner intellektuellen Arbeit setzte er Hunderte von Tempeln instand und errichtete Klöster und Akademien für Philosophie. Von manchen wurde er als religiöser Rebell verachtet. Den meisten Menschen Indiens aber schenkte er Hoffnung. Sie gewannen durch ihn die Aussicht, dass jeder, der sich im Geist der alles Leben und alle Existenz durchdringenden göttlichen Gegenwart zuwendet, diese im Inneren zu erfahren und erkennen vermag. Daher wurde er als „Meister“ (Acharya) und sogar „Welten-Lehrer“ (Jagad-Guru) bezeichnet.

Im Anschluss an seine schriftlichen Kommentare zu den drei vedantischen Hauptwerken verfasste der Meister inhaltlich übersichtliche philosophische Lehrbücher in einer für den Laien verständlichen, aber hoch poetischen Sprache. Dazu gehören: Vivekacudamani (Kronjuwel der Unterscheidung), Atma-Bodha (Selbst-Erkenntnis), Sarva-Vedanta-Siddhanta-Sara-Sangraha (Zusammenfassung der Kernlehren aller Upanishaden), Upadesha-Sahasri (Tausend Lehrsätze) und viele andere. Sein literarischer Nachlass umfasst zehn Bände in Devanagari-Silbenschrift. Manche Werke, die Shankara zugeschrieben werden, sind vielleicht von seinen Nachfolgern verfasst worden. Nichtsdestotrotz kommt in allen Werken seiner Tradition ein mächtiger vedantischer Geist zutage, der ohne Zweifel bei Shankara selbst seinen Anfang hat.

Am Ende seines kurzen Erdenlebens - Shankara waren nur 32 Jahre beschieden - hatte er der Advaita-Lehre ein derart solides Fundament gegeben, dass sie in den 1200 Jahren, die seither vergangen sind, nichts an ihrer ursprünglichen Bedeutung verloren hat.

Montag, 15. November 2010

Sivananda, Vivekananda, Ramakrishna, Omkarananda

und andere gelten als Nachfolger Shankaracharyas, seiner Mystik der persönlichen und unpersönlichen Gottheit, die seinen hochrenomierten weltweiten Orden auszeichnet. Die Qualität und Zuverlässigkeit ihrer Methoden und ihrer Liebe zur Menschheit profilieren den Heinrich Schwab Verlag seit 60 Jahren. Ihr integraler Yoga ist wirklich zeitlos und frei von technischem Ballast. Das macht es leichter, in die Fußstapfen der Glücklichen zu treten.

Samstag, 13. November 2010

Shankaracharya


Shankaracharya, der berühmte Erneuerer der klassischen indischen Weisheitslehre des Veda, ist auch heute der Kämpfer zwischen Himmel und Erde in uns selbst. Messerscharf setzt er die Fragen an unsere Brust: „Bist Du wirklich? Oder hältst Du Dich nur für wirklich? Dann lass uns von der Herrlichkeit deines Selbst reden.“ Shankaracharya gilt bekanntlich als Großmeister der perfekten Dramaturgie von Wirklichkeit und Illusion, von Selbst und Nicht-Selbst, von Glück und Leiden. Die Intensität dieses Dialogs in blütenreichen Verskaskaden kann derart zunehmen, dass wir aus dem Haus gehen und jede Wahrnehmung unserer Sinne die Botschaft bringt: „Das bist du“ oder „Du bist alles“.

Siehe dazu die ersten deutschen Direktübertragungen aus dem Sanskrit mit vollständigen Texten in internationaler Transliteration: „Das Kronjuwel der Unterscheidung“, „Das Herz des Vedanta“, „Sieben Kleinode geistiger Erkenntnis“ und „Poesie des Vedanta“