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Sonntag, 20. Januar 2013

Buchauszug: Donner der Stille von J. S. Goldsmith

Der Donner der Stille


Die stille sanfte Stimme
Die Welt ist an einem Punkte angelangt, wo sie über die Macht und über den menschlichen Geist hinausgehen muss. Gibt es einen solchen Punkt? Gibt es einen Punkt, wo physische Macht und menschliche Gedanken keine Macht sind und wo Schutz, Sicherheit und Friede gewährleistet werden? In einem Augenblick der Leere und der Enttäuschung, wenn auf nichts in der Welt mehr Verlass ist, kommt die Antwort als die Stimme Gottes selbst, eine Stimme nicht im tobenden Sturm noch im furchterregenden Grollen des Vulkans, sondern eine Stimme, so leise, dass sie nur in der Stille gehört werden kann - da aber donnert sie. Wenn wir diese Stimme hören, brauchen wir uns nicht mehr um Schutz vor Bomben zu kümmern, noch uns wegen wirtschaftlicher Depressionen und Rückschläge zu sorgen. Nur eines ist dann für uns wichtig: die Fähigkeit, stille zu sein und Gott selbst sich als "die stille sanfte Stimme" in uns vernehmen und offenbaren zu lassen.
Der Zustand der Welt lässt unsere persönlichen Probleme heute winzig erscheinen. Ob wir aber im Sinne individueller, nationaler oder internationaler Probleme denken, im Grunde handelt es sich nur um ein Problem: materielle oder geistige Macht gegenüber Meinem Geist...
Wenn wir zur Ruhe gekommen, wenn wir still geworden sind und den Geist Gottes unseren Geist und Körper durchdringen ließen, dann geht Etwas, das größer ist als wir selbst, vor uns her und bereitet uns den Weg. Feindschaft und Gegnerschaft lösen sich auf, und wir ruhen in uns selbst und staunen: "Eine mächtige Tat." In einer vollkommenen Stille, in der wir uns nicht bemühen, Gott, die Wahrheit oder eine Macht über oder für jemanden zu gebrauchen, geschieht in unserem Innern etwas, das die Probleme des Lebens auflöst und unseren Weg zu einem Weg der Freude und Erfüllung macht.

Die einzig wirksame und machtvolle Waffe gegen die Mächte, welche die Welt sowohl physisch wie geistig zerstören wollen, ist die Stille, die aus der Überzeugung kommt, dass da ein Etwas ist, das unser Weltall erschuf und es bis in alle Ewigkeit erhalten wird - es ist die Fähigkeit, uns in diese Stille hineinzugeben und jenes Etwas seine Aufgabe erfüllen zu lassen. In dieser Stille finden wir die Allheit. In dieser Ruhe und diesem Vertrauen finden wir unsere Kraft und unseren Frieden. Das ist unser Sabbath, das vollständige und vollkommene Universum des ersten Schöpfungsberichts, in welchem wir aller Macht entsagen und nach dem "Ich aber sage euch" der Bergpredigt leben. Dann werden wir sein wie "der kluge Mann, der sein Haus auf einen Felsen baute. Da nun ein Platzregen fiel und ein Gewässer kam und wehten die Winde und stießen an das Haus, fiel es doch nicht, denn es war auf einen Felsen gegründet".

Wenn uns Schwierigkeiten irgendwelcher Art begegnen - Konflikte, Feinde, Hass, Verfolgung, Ungerechtigkeit -, schauen wir nicht mehr nach Hilfe aus und versuchen nicht mehr sie physisch oder geistig zu beseitigen, sondern wir ruhen in Seinem Wort. Wir enthalten uns aller Macht, und Gott wirkt das Wunder.

Das Grollen des Donners aus der tiefen Stille Meines Friedens hallt wider und wächst an, bis zuletzt jede Schranke zerbricht. Das mächtige Brausen der Stille schwillt an, bis ihr Donner die Schleier der Illusion zerreißt und Gott sich offenbart in Seiner ganzen Majestät, Seiner Herrlichkeit und Seinem Frieden.

Dienstag, 2. Oktober 2012

Buchauszug: Indien Geheimnis und Mysterium von Swarupananda




Ananda-Kutir 

Ich bin in das Märchenreich des Kalifen von Bagdad geraten. 
Seine Heiligkeit errät Gedanken und Wünsche. Er ist kein normaler 
Mensch, sondern ein Übermensch. In der dritten Nacht, als ich vom 
Satsang in der Dunkelheit nach meinem Kutir hinaufsteige, stürze 
ich unversehens in eine Vertiefung und falle hin. Mein rechter Fuß 
schmerzt. Er schwillt sofort an, und ich schleppe mich mühsam 
heim. Der Fuß ist nicht gebrochen, sondern nur verstaucht. Auf ei- 
ner Holzpritsche leide ich große Qual. Dieses Gestell ist nur dürftig 
mit einem federgefüllten Unterbett bedeckt. Leider habe ich kein 
Kopfkissen, so dass ich ganz flach liege, was ich nicht gewöhnt bin. 
Ein weißes Linnen und eine grobwollene Decke vervollständigen 
das Bett. Jede Bewegung des Fußes bereitet mir Pein. Irgendwie 
überstehe ich auch diese Nacht. Früh am Morgen kommt plötzlich, 
ohne dass jemand von meinem Unfall erfahren hat, der Gehilfe des 
Doktors und erkundigt sich nach meinem Fuß. Er reibt mit einer 
Salbe die schmerzende Stelle ein und verspricht, zweimal täglich mit 
einem Bestrahlungsgerät zu erscheinen. Es ist mir schleierhaft, wie
der Arzt von meinem Unfall Kenntnis erhielt. Mir scheint, ich bin 
umgeben von Augen, die alles sehen, sogar im Dunkel der Nacht. 
Ich kann keinen Schritt laufen. Drei, vier Swamis fragen nach- 
einander bei mir vor, was sie für mich tun können. Ich bin der 
Meinung, dass Ruhe die beste Arznei sei. So lehne ich dankend alle 
Anerbieten ab. Auf dem Bett sitzend lese ich laut in einem Buch 
Sivanandas: Selbstverwirklichung. Gerade denke ich an ein gutes 
Frühstück mit Semmeln, Konfitüre, Butter und duftendem Kaffee, 
und wie herrlich es wäre, sich daran zu erlaben, da naht im glei- 
chen Augenblick ein dunkelbrauner Jüngling. Es ist der persönliche 
Diener des Paramahamsa. Mit lautem OM-Gruß überreicht er mir 
eine große Schachtel Vitamin-Biskuits, die für eine Woche reichen, 
im Auftrag des Meisters. Seine Swamis und der Doktorgehilfe ha- 
ben inzwischen über mein Befinden Bericht erstattet, doch bin ich 
überzeugt, dass er in tiefer nächtlicher Meditation meinen Unfall 
von Anfang an wusste, ja voraussah. Ich besinne mich auch, dass 
er an jenem Satsang-Abend, als ich stürzte, als Thema behandelte: 
Jede Krankheit und jedes Unglück, jedes Leid und jeder Unfall sind 
eine karmische Reinigung der Seele. Wer körperliche Krankheiten 
gewaltsam heilen will, verlagert den Schmerz auf die Seele! Es ist 
Gesetz, dass jeder sein Karma abtragen muss. 

Sivananda strahlt, wenn er Sympathie und Glauben spürt, Liebe 
und Selbstlosigkeit aus. Er opfert sich für die Diener und wahren 
Anhänger Gottes. Wenn er aber fühlt, dass man misstraut, dann 
schweigt er und bleibt hoheitsvoll reserviert. Er versucht nicht, je- 
manden zu überzeugen, von dem er weiß, dass er noch nicht reif 
dafür ist. 

Probeweise knipse ich unter Mithilfe eines Assistenten, des Foto- 
Swami Sharadananda, eine Serie von acht Bildern: Wasserträger am 
Ganges, ein Boot mit Pilgern, den Vishvanath-Mandir, den Tempel 
des Dattatreya und andere. Wer mit der Fähre über den Strom zum 
gegenüberliegenden Ufer gelangen möchte, wird kostenlos beför- 
dert. In dieser gottverrückten und gottverzückten Gegend ist vieles 
kostenlos, wenn es mit Religion zusammenhängt. Es kann aber auch 
passieren, wenn man einem tüchtigen, gerissenen Händler in die 
Hände fällt, dass man als «religiöser Mensch» mehr gerupft wird 
als üblich. Gold und Gott hängen oft dicht zusammen. 

Auch Swamis haben Fehler. Es sind Menschen wie du und ich. 
Doch streben sie danach, ihre Mängel zu überwinden. Wenige Maha- 
rishis sind so groß, dass man sie als lebendige Gottheit verehren kann.
Der Gita-Bhavan-Ashram mit seinen Skulpturen über der Ein- 
gangspforte, der Swarg-Ashram mit seinem hohen, runden und 
weithin sichbaren Tempel, und der Param-Arth-Niketan-Ashram mit 
seinen modernen, schlossähnlichen Gebäuden und Ufertreppen, wir- 
ken wie steinerne Träume aus Tausendundeiner Nacht. 

Ich weiß, dass ich harten Prüfungen entgegengehe. Manche Fall- 
stricke werde ich zerreißen müssen. Man wird mich testen. Man wird 
mich zu weltlichen Vergnügungen locken, um meine Ernsthaftigkeit 
zu erkennen. Viele Sucher kommen hierher und wünschen Erleuch- 
tung. Viele werden enttäuscht, weil sie nichts finden als scheinbar 
ganz normale Menschen. Aber hinter der Fassade der Alltäglichkeit 
und den menschlichen Schwächen verbirgt sich das Geheimnis. Es 
enthüllt sich nur scharfen Augen, metaphysischen Sinnen und hohen 
Ideenträgern. Der Laie und Fremdling sieht nur Tempel, primitive 
Hallen, einen Guru Sivananda, der ein braver alter Mann zu sein 
scheint. Er sieht eine schmutzige Küche, ein Büro mit emsigem Ge- 
triebe, hört Klatsch und böswillige Gerüchte. Vielleicht sieht er auch 
einen um Geld bettelnden Swami oder einen tobsüchtigen Sannyasin. 
Vielleicht ist ihm alles zu modern, zu nüchtern, zu banal. Das Ver- 
borgene wartet nicht in der Gosse, nicht im Schlamm der eigenen 
Unzulänglichkeit. – Der Acker muss gepflügt werden, eh der Sämann 
naht, und der Samen reifen, bevor die Frucht sich zeigt. 

Der Fuß ist noch nicht ganz in Ordnung, aber ich kann wieder 
gehen. Meine verschwitzte Wäsche habe ich im Ganges gewaschen. 
Das ist sehr einfach: Die Hemden und Socken schwenke ich meh- 
rere Male im Wasser herum, reibe sie gegeneinander und lasse sie 
dann patschnass in der starken, ultraviolettreichen Sonne auf dem 
Felsgestein trocknen. Dort bleicht die Wäsche schnell und mühelos. 
Die Japaner sagen: «Sonne heilt und säubert!» Ja, Sonne bräunt die 
Haut, zieht Pickel heraus und reinigt Poren und Eingeweide. So ähn- 
lich ist es auch mit der Wäsche. Die konzentrierte Ultra-Strahlung 
Rishikeshs, vereint mit dem seit Jahrtausenden als heilkräftig, des- 
infizierend und säubernd erkannten Gangeswasser, verhelfen auch 
meinen Hemden zu blütenweißer Frische. Chemiker haben das hei- 
lige Gangeswasser untersucht. Man versuchte zu analysieren, war- 
um dieses Wasser so gesund, so reinigend und heilig ist. Aber kein 
Wissenschaftler ist bisher imstande gewesen, die eigentliche Ursache 
festzustellen.

Ein Bummel nach dem nahen Rishikesh. Die Fülle der Eindrücke 
muss ich erst verarbeiten. 

So eigenartig es klingt: Obwohl der Tag um vier Uhr morgens 
beginnt und um zehn Uhr abends endet, habe ich kaum Zeit übrig. 
Der Tag ist ausgefüllt mit Arbeit und Andacht. 

Viele der Swamis erheben sich bereits um drei Uhr in der Däm- 
merung. Sie meditieren eine Stunde, dann nehmen sie am gemein- 
samen Puja teil, das im Tempel des Vishvanath Mandir stattfindet. 
Um sieben Uhr können Interessenten in der Halle des Gebetes Ha- 
tha-Yoga-Lehrgänge mitmachen. Die steifen Muskeln werden durch 
Heilgymnastik gelockert. Tag und Nacht findet man in der Bhajan- 
Halle unermüdliche Sänger: Vor den Bildern Ramas und Krishnas 
summen junge und alte Menschen «Hare Rama, Hare Rama, Rama 
Rama Hare Hare – Hare Krishna, Hare Krishna, Krishna Krishna 
Hare Hare!» Das ist ununterbrochenes Kirtan: Anruf an die Gott- 
heit. Durch dieses fortwährende summende Rezitieren wird eine 
harmonische kosmische Vibration erzeugt, die jeder Besucher der 
Halle sofort wahrnimmt. 

Von zehn bis zwölf Uhr erscheint Guru Sivananda im Office, 
um die tägliche Post zu sichten, zu beantworten und zugleich den 
Gästen seinen Darshan zu gewähren. Die Upanishaden oder Veden, 
Puranas und Shastras behaupten: Fünf Minuten in Gegenwart eines 
großen Erleuchteten genügen, um die Sünden und Irrtümer eines 
vergangenen Lebens zu löschen. Darum ist der Darshan eines Hei- 
ligen so wichtig für die Entwicklung der Schüler. 

Nach dem Anblick des Meisters im Büro nimmt man je nach 
Wunsch in der Küche oder im Kutir das Mittagessen ein. Die Boys 
bringen auf Holztabletts die Speisen zu jedem Einzelnen. Nach der 
Mittagsrast, die in der Hitze Indiens notwendig ist, geht man zu den 
Vorlesungen der Jnana-Yoga-Kurse. Abends von sechs bis sieben 
Uhr ist Dinner-Pause, von sieben bis neun wandelt man, sofern man 
Lust hat, zum Sankirtan oder Satsang. Dort trifft man wieder Seine 
Heiligkeit Sivananda, der in einem Liegestuhl halb ruht, halb sitzt. 
Die bedeutendsten Yogis und Maharishis sind erkrankt. So auch 
Swami Sivananda. 

Der Laie fragt erstaunt, wieso das möglich ist, da doch Yoga Bä- 
renkräfte, Gesundheit und langes Leben verleihen soll. Hier setzt das 
Unbegreifliche ein. Ramakrishna, eine Inkarnation göttlicher Macht 
im 19. Jahrhundert, war an Halskrebs erkrankt. Seine letzten Tage 
waren qualvoll für seine ergebenen Schüler, da sie den Meister so 
fürchterlich leiden sahen. Sri Ramana Maharishi von Arunachala 
litt ebenfalls die letzten Jahre an Krebs. Sein Arm war zerfressen. 
Sivananda ist zuckerkrank. Er bewegt sich langsam an einem Stock 
zwischen Office und Kutir hin und her.

Das innere Feuer der Göttlichkeit zerstört, wenn die Stunde ge- 
kommen ist, den Bau des Leibes. Es sengt die Balken des Skeletts an, 
bricht zur Flamme aus und höhlt das Gerüst des Körpers von innen 
her aus, bis der Mensch, die Seele, dem Leib entflieht, ihn zurücklässt 
und in den kosmischen Universalkörper heimkehrt. Wer das göttli- 
che Feuer in sich verspürt, will nicht länger in diesem Erdenleben 
verharren. Er hat Sehnsucht nach einem höheren, astralen Sein, oder 
nach der endgültigen Auflösung im Ozean der Unendlichkeit. 
Wir gewöhnlichen Menschen kleben am Irdischen. Wir wehren 
uns, und sträuben uns mit Händen und Füßen, diesen morschen Leib 
aufzugeben. Wir pflegen und hätscheln den Leib. Aber diese großen 
Seelen sind Jivanmuktis, Befreite, die unsere Erde als kurze Durch- 
gangsstation benutzen. Je schneller der Leib zerbricht, desto eher ist 
die Seele auf ewig mit Parabrahman, dem höchsten Schöpfer, vereint. 
Die Duldsamkeit und Großzügigkeit Sivanandas sind grenzen- 
los. Er verzeiht auch dem schlimmsten Verbrecher. Jedes Laster ist 
für ihn nur ein Umweg zu Gott. Jede Sünde ist ein Irrtum im Fleisch. 
Jeder Hass endet für ihn in Liebe. Ich freue mich stets auf die Aben- 
de des Sankirtan. Die heiligen, melodiösen Gesänge rufen zeitweise 
ekstatische Zustände in mir hervor. Ich bin einem großen Prophe- 
ten persönlich begegnet. Ich höre, dass er viel bewundert und viel 
befehdet wird. Je höher ein Mensch steigt, desto weniger wird er 
verstanden, desto weniger Naturen vermögen ihm zu folgen. Wer 
die kalten Gletscher der Erkenntnis nicht umarmen mag, soll in den 
Niederungen der Masse verharren. Dort braucht er nur nachzuplap- 
pern, was andere sagen. Die letzte Wahrheit ist es nicht. Sie ist die 
Wahrheit der Toren, die von Blinden geführt im Kreise laufen und 
in den Abgrund fallen. 

Ja, Sivananda ist so gütig, dass er keinem Gerüchtemacher den 
Mund verbietet. Hysterische Frauen behaupten, dass sie mit ihm inti- 
men Umgang gehabt hätten. Er lächelt nur verzeihend, denn er weiß, 
dass manche Frauen gern Halluzination mit Vision verwechseln. 
Man nennt ihn einen Geschäftemacher, weil er in einer Druckerei 
Bücher herstellt. Enttäuschte Sucher, die glaubten, sie könnten durch 
einen einzigen Darshan sofort in Samadhi geraten, sind verstimmt, 
wenn sie hören, dass sie «harte Schulung» brauchen und lange Jahre 
bis zum Ziel. Für diese Weisheit, die eben göttlichen Gesetzen eigen 
ist, verurteilen sie den Rishi als «Scharlatan, der nichts kann». So ist 
es immer. Nur wenige Auserwählte, die zum inneren Kreis gehören, 
sind reif. Die Menge besteht aus «Schwätzern über das Geistige», die 
auch nicht ein Jota verwirklicht haben. 
Mein Karma und Sivanandas Einladung haben bewirkt, dass ich 
an dieser Stätte der Beschaulichkeit weilen darf. Der unergründliche 
Allmächtige hat mir den Weg gewiesen. Mein Freund, wenn du 
wissen willst, was Religion ist, so reise nach Indien! Indien braucht 
keine Missionare der Konfessionen, denn es ist seit Urzeiten das 
größte Exportland für Religion. Fahre, fliege oder trampe nach dem 
gottbesessenen Land der friedlichen, sanftmütigen Hindus, und du 
wirst verwandelt durch Äthervibrationen, du wirst die Gnade des 
Heiligen Geistes spüren, du wirst nach deiner Transformation in 
Sympathie und Mitleid für alles Sein erschauern! 
Buddha sagt: Es ging ein Schauder durch das All! Es war ein 
Schauern um mich her! 

Wenn du ein kalter Rechner bist, wenn deine Seele erstarrt ist, 
dann fahre nicht dorthin, denn du wirst nur einen kribbelnden, wim- 
melnden Menschenschwarm sehen, braunes Volk, arm, primitiv und 
rückständig, und deine Reise nach diesem rätselhaften Wunderland 
wird vergeblich und umsonst gewesen sein! Sehende Augen sehen 
nicht, hörende Ohren hören nicht! – Wen die Götter verderben wol- 
len, den schlagen sie zuvor mit Blindheit. 

Mit hochgezogenen Beinen sitze ich auf der gemauerten Stein- 
bank, die rings um zwei Blätterbäume im Gartenrondo vor meinem 
Kutir gebaut ist. Gäste steigen die steile Treppe vom Ashram zum 
Mandir empor. Drei der Ankömmlinge nahen sich mir und stellen 
sich als Journalisten vor, die für mehrere Zeitungen Artikel verfas- 
sen. Sie wünschen ein Interview. Mit Vergnügen bin ich bereit, mich 
ausfragen zu lassen. – Jetzt, nach dem Lunch, das mir von meinem 
Hausboy heraufgebracht wurde, kritzle ich Notizen in mein Tage- 
buch. Die Journalisten sind gegangen, ein unbekannter Gentleman 
und eine Dame nehmen auf dem Steinrondell Platz. Die Dame ist 
die Frau des indischen Verteidigungsministers. 





Dienstag, 13. September 2011

Buchauszug: Das Wunder der göttlichen Gegenwart.

Schein und Wirklichkeit
Lass dich nicht vom Schein täuschen!
Hinter dem Schleier von Mensch und Natur
ist Gott höchst sichtbar.
Hinter dem Schleier des Tages
sind die Sterne höchst sichtbar.
Auch während des Tages sind die Sterne da
und strahlen genauso wie in der Nacht.
Hinter den Worten der Menschen stehen
die Gedanken; hinter den Gedanken das Gemüt;
hinter dem Gemüt steht das eine,
gemeinsame, universale Bewusstsein.
Hinter dem Bewusstsein ist Gott.
Die Sterne sind immer da.
Die Wolken erscheinen und verschwinden.
Tag und Nacht wechseln sich ab,
doch bleiben die Sterne dessen ungeachtet
so strahlend wie immer.
Worte vergehen,
Gedanken verschwinden,
das Gemüt ändert sich;
doch das Bewusstsein bleibt immer das gleiche:
leuchtend, unsterblich.
Erkenne es! Lebe in seinem Licht!
Erfahre es und bringe
seine schöpferischen Wunder,
seine Freude, seinen Frieden,
seine Vollkommenheit und Unsterblichkeit
zum Ausdruck!

Dienstag, 14. Juni 2011

Buchauszug: Blutwell-Übungen von Heinrich Helmel

BLUTWELL-ÜBUNGEN
Spannung und Entspannung
im rechten Wechsel
Das Geheimnis der biologischen Verjüngung
und Selbsterneuerung

Wenn man von Entspannung spricht, hat man immer das eine im Auge: sich restlos lösen, alle Verkrampfungen und Verspannungen einfach abschalten zu können. Das wäre natürlich das Vollkommene. Aber wer kann das? Es gibt eine Menge Methoden der Entspannung, eine Menge Übungen, die darauf hinzielen, den Menschen von Druck und Komplexen, von Verkrampfungen und Verspannungen zu befreien. Das Unterfangen ist oft sehr zeitraubend und langwierig, denn es ist für den Kranken nicht so einfach, sich von den Verspannungen zu lösen, die sich oft jahrelang durch berufliche Einwirkungen und vielleicht durch verkehrte Welt- und Lebensanschauung entwickelt haben oder schon anerzogen wurden. Es gibt oft so starke Verhakelungen und Verflechtungen seelischer und körperlicher Natur, dass es mit Entspannungsübungen allein nicht getan ist. Hier ist oft ein derberer Eingriff notwendig, ein Eingriff, der im ersten Augenblick vielleicht als stärkere Spannung anmutet als die Spannung, die vorhanden ist. Wie ist es doch mit einem Menschen, der aus Übermüdung nicht schlafen kann? Was lässt diesen Menschen nicht schlafen? Müdigkeitsstoffe, Milchsäure, Autotoxine, also Selbstgifte, die, wenn sie im Überfluss vorhanden sind, einen Reizzustand hervorrufen, der einfach mit Entspannungsübungen und Erholung im üblichen Sinne nicht so ohne weiteres behoben werden kann. Oft braucht der Überreizte oder an den Nerven Verbrauchte Wochen und Monate, um einigermaßen wieder in Ordnung zu kommen, und in manchen Fällen gelingt es nicht; es vergehen selbst Jahre, bis sich, nach gebräuchlicher Methode, der Kranke erholt hat. Wer kann sich das aber leisten? Ich lernte z.B. einen Fall kennen, bei dem es drei Jahre dauerte, bis die Fähgkeit zurückkam, wieder arbeiten zu können – und dieses auch nicht durch Entspannung und Erholung, sondern zu guter Letzt durch einen sehr drastischen körperlichen und willentlichen Eingriff. Die fragliche Patientin wanderte in den drei Jahren von einem Sanatorium ins andere, von einer Erholung in die andere, und es wollte und wollte nicht besser werden, bis sie durch ihre Schwester veranlasst wurde, einen meiner Kurse zu besuchen. Das erste, was ich von der Patientin verlangte, war: Medizinballspiel. Da war der Schreck groß. Wie konnte ich nur solches verlangen, wo die Schwäche so groß war? Es gab Tränen, aber ich war unerbittlich und die Patientin kam zum Medizinballspiel – und war, nachdem sie auch in die Atemgymnastik eingeschaltet wurde, in drei Wochen so weit, dass sie die Arbeit ohne weiteres wieder aufnehmen konnte.

Man kann die Entspannung und die Erholung in üblicher Form aber auch übertreiben und damit den Kranken noch kränker machen. Der Mensch hat ja dabei so viel Zeit, an seine Krankheit zu denken. Um aber zur rechten Entspannung zu kommen, muss man das rechte Verhältnis zwischen Spannung und Entspannung finden; da kann sich nicht alles um Entspannung drehen, sonst kann die Entspannung zum Verhängnis werden. Um sich recht erholen zu können und zwar in einer relativ kurzen Zeit, muss man vor allem die Müdigkeitsstoffe, die Autotoxine hinauswerfen. Das geht aber mit reinen Entspannungsübungen sehr langsam. Ich habe darum eine Übung geschaffen, die dem Gesetz der Spannung und Entspannung am besten entspricht, und schaffe damit Luft im Zellstaat Körper. Es ist die Blutwell-Übung in Verbindung mit den Helmel-Blutwell-Elastikrollen! Ich bezeichne diese Übung so, weil sie durch Spannung und Entspannung auch auf die Gefäße im Blutkreislauf wirkt. Durch das Spannen und Entspannen der verschiedenen Muskelpartien wird ein Rhythmus erzeugt, der die Verbrennung erhöht, und damit wird schon ein guter Teil der Selbstgifte vernichtet. Der Reizzustand lässt nach, die Muskeln werden besser durchblutet, Müdigkeitsstoffe schneller ausgeschwemmt.

Nachdem die Spannung und Entspannung auf den Atem abgestimmt ist, kommt es auch zu einer lebhaften Durchflutung des Körpers mit Sauerstoff, was eine Aktivierung nicht nur der Muskelzellen, sondern auch der Nervenzellen bedeutet. Der Übende kommt in Transpiration und scheidet damit Giftstoffe aus, befreit sich also von den Stoffen, die ihm zu schaffen machen und zum größten Teil Verkrampfungen hervorrufen.

Das Sympathische bei der Übung ist, sie kann im Bett gemacht werden. Hier kommt es zu wesentlicher Erwärmung des ganzen Körpers, der Blutkreislauf wird angeregt, das Herz gekräftigt, ja selbst Arhythmie aufgehoben, da der Rhythmus der Spannung in Verbindung mit Ausatmen und Entspannung mit Einatmen auf das Herz regulierend wirkt. Der rechte Wechsel von Spannung und Entspannung ist ja das A und O jeglicher Erneuerung, ist die Grundlage zum Schöpfertum schlechthin.

Jeder Heilungsvorgang ist ein schöpferisches Geschehen. Wer sich recht entspannen kann, öffnet der schöpferischen Kraft Tür und Tor für Heilung und Neuwerden. Jede Heilung ist ein schöpferischer Akt, ist ein Regenerationsprozess, in dem die Zelle neu geboren wird. Wer versteht, sich wegzulegen wie ein Kleidungsstück, das er am Abend ablegt, legt sich zurück in den Schoß der Mutter Natur, zurück in die Hand Gottes, und kraftgesättigt kehrt er zurück in das tägliche Leben. Allerdings gehört dazu das Sichaufgeben, das Nicht-mehrsein-wollen. So allein nur wird der Mensch frei für das schöpferische Geschehen der Heilung.(mehr...)

Sonntag, 22. Mai 2011

Buchauszug: Leben im göttlichen Licht von Swami Omkarananda

Was ist Gott?
Das Allerhöchste in dir ist Gott. Alles, was vortrefflich, erhaben, edel, wahr und wertvoll in dir ist, das ist Gott. Gott ist das in dir, was dein Bewusstsein und dessen Eigenschaften, dein Leben und dessen Ausdrucksweisen trägt und erhält und doch unendlich viel höher ist als diese. Jenes in dir, aus dem deine Liebe, aus dem dein Sinn für das Edle und Schöne, dein Wunsch nach Vollkommenheit entspringt, das ist Gott.

Das in dir, das dein Gewissen zur Funktion bringt, aus dem dein Glaube und deine Fähigkeit, geistige Wahrheiten zu verstehen, hervorgeht – das ist Gott. Gott ist all das in dir, ohne das du nicht leben, nicht atmen, nicht wirken, nicht denken, nicht fühlen kannst, ohne das es nicht möglich wäre, Werten, Idealen und höheren Stufen der inneren Entwicklung nachzustreben. Dein Körper ist nicht das Höchste oder Größte. Er ist Begrenzungen unterworfen. Er altert und vergeht. Der menschliche Geist ist größer; doch auch er ist nicht das Höchste in dir, noch ist es dein unbewusstes inneres Wesen. Erst das Überbewusstsein, das der Beobachter und Zeuge all deiner mentalen Zustände und selbst noch des beobachtenden Bewusstseins in dir ist, das ist Gott. Gott ist vollkommen. Bringe die Rastlosigkeit deines Geistes zum Schweigen und erkenne diese Gottheit in Stille und Liebe, im Licht göttlicher Weisheit. (mehr...)

Mittwoch, 4. Mai 2011

Buchauszug: "Jesus Christus - wie ich Ihn kenne und erfahre" von Swami Omkarananda

Theologie und die Religion der Liebe
Gott gehört nicht irgendeiner Religion. Gott gehört allen. Der Mensch tut gut daran, sein Denken auf Gott zu richten, Gottes Gegenwart zu fühlen und alles im Namen Gottes zu tun, mit Dankbarkeit im Herzen und im Bewusstsein der Gottgegenwart. Es hat keinen Wert, sich zum Glauben zu zwingen. Die Liebe zu Gott wächst in deinem Herzen, wenn du tief nachdenkst und die Begrenzungen des Lebens durchschaust.

Meine Aussagen über das Christentum wurzeln in meiner Erfahrung Christi. Ich bin ins Christusbewusstsein hineingeboren, ich bin im Christusbewusstsein herangewachsen und Christus bringt sich durch mich in Seiner ganzen ursprünglichen Universalität zum Ausdruck. Das heißt nicht, dass irgendjemand glauben müsste, was ich sage. Er kann es ruhig verwerfen, wenn es mit seinen eigenen Ansichten nicht übereinstimmt. Jene aber, die keine Christen sind und nichts vom Christentum wissen wollten, werden durch meine Schriften ans Christliche herangeführt, und jene, die sich vom Christentum abgewandt haben, werden wieder für Christus gewonnen. Das lässt sich von den Schriften heutiger Theologen nicht immer sagen.

Das Christentum braucht neue dynamische Anregungen, die das Ganze im Auge behalten, um es mit neuem Leben zu erfüllen und die Menschen zu Gott zurückzubringen. Das Wichtigste für die Rettung der Kirche ist die Berührung mit Gott, während theologischer Streit einen rational denkenden Menschen noch mehr abstößt. Theologie ist bis zu einem gewissen Grad notwendig, aber Herzensgüte und die Berührung Gottes sind wichtiger. Sind diese vorhanden, wirkt sich auch die Theologie hilfreich und erlösend aus, trägt zur Erleuchtung bei und verhilft der Kirche und dem Christentum zu einer festen Grundlage. Fehlen aber diese Voraussetzungen, wird eine Theologie, die sich zu wichtig nimmt oder gar zum Selbstzweck erhebt, nur noch mehr Probleme schaffen. Theologie ist an sich nichts Wunderbares, doch kann sie wunderbar sein, wenn sich jene mit ihr befassen, deren Herz von Liebe zu Gott erfüllt ist und die der Gegenwart Gottes gewahr sind.

Es ist nicht erfolgversprechend, geistige Wahrheit mit Hilfe der Theologie zu verteidigen. Jesus hat die Herzen der Menschen nicht durch theologische Apologetik gewonnen, sondern durch die schlichte Güte und Liebe zu allen Menschen und durch den Dienst, den Er ihnen erwies. So ist auch heute die Macht der Güte, des Gottvertrauens und der Liebe zu Gott die stärkste Kraft, um die Menschheit auf den geistigen Weg zu bringen. Haben wir genügend Liebe zu Gott, wird sich diese von selbst auf den Nächsten ausdehnen und Tausende für Gott gewinnen. Das fördert die geistige Wahrheit weit mehr als alle rationalen Verteidigungsmittel, doch wird die rationale Verteidigung wunderbar sein, wenn sie von einem guten Menschen kommt. Eine reife Seele ist nötig, dann wird ein Theologe zu einem Augustin oder Thomas von Aquin und zu einem wahren Verteidiger der Kirche. (mehr...)

Buchauszug: Jenseits von Worten und Gedanken - Joel S. Goldsmith

Nicht die Wahrheit kennen,
sondern die Wahrheit sein

Diese Offenbarung ist der Beweis für die Botschaft, dass Meinem (meine bezieht sich auf Gott) Volk noch eine Ruhezeit vergönnt ist. Ein Ausruhen vom Wirken des menschlichen Geistes muss einsetzen, vom Sorgen für unser Leben, vom Fürchten um unser Leben, vom ständigen Gegenwärtighalten der Wahrheit, um irgendeinem Erlebnis aus dem Weg zu gehen. Einmal muss Sabbat sein und an diesem Ruhetag leben wir durch die Gnade. Dann kennen wir die Wahrheit nicht, aber die Wahrheit offenbart sich uns und wir werden zur Wahrheit. Das ist kein Wirken des menschlichen Geistes, es ist die Seele, die sich selbst offenbart.

Wenn wir dorthin gelangen, wo wir – anstatt nach einer Wahrheit zu suchen, fieberhaft zu lesen oder zu forschen, um einer Wahrheit auf die Spur zu kommen - uns entspannen können und in der Wahrheit ruhen, ohne uns Gedanken zu machen, ohne zu sprechen oder zu denken, können wir in einen Zustand des Gewahrwerdens kommen und verstehen dann die Bedeutung des Wortes „Nicht vom Brot allein soll der Mensch leben, sondern von jedem Wort, das durch den Mund Gottes ergeht.“  Wir werden dann merken, dass jedes Wort, jedes Gefühl, jede Anregung und jeder Gedanke, die aus dem tiefsten Innern aufsteigen, das sind, wovon wir jetzt leben. Der Geist im Innern führt und leitet uns, Er erhält und schützt uns und geht uns voran, um „das Unwegsame zu ebnen“.

Unser höchstes Ziel muss es sein, in Gott zu leben, durch Ihn und als Er. Wenn wir das nicht tun sollten, warum hätte dann der Meister gelehrt: „Sorgt nicht für
euer Leben“? Das Leben soll durch die Gnade gelebt werden, ohne Gewalt, ohne Macht. Es soll durch ein jedes Wort Gottes, das wir im Bewusstsein empfangen, gelebt werden. Auf dem Unendlichen Weg werden wir mit Gottesworten gespeist, die von Propheten, Heiligen und Sehern offenbart worden sind. Wir nehmen sie in uns auf und graben sie tief in unser Bewusstsein ein, bis auch sie sich über die Ebene unseres Geistes erheben, wo sie ohne Gedanken zu gedeihen vermögen.

Seien wir bereit für die stille, sanfte Stimme, denn Gott kommt nicht im Wirbelsturm. Er ist nicht in unseren Problemen, nicht in unserem Denken und nicht in Büchern; Gott ist in der stillen, sanften Stimme. Wie still und friedlich müssen wir im Innern leben, um diese Stimme zu hören, Ihre Mitteilungen zu empfangen und an Ihrer Gnade teilzuhaben!

Immer ist die Gnade Gottes in aller Fülle gegenwärtig für diesen bestimmten Augenblick und deshalb brauchen wir in diesem Augenblick nur still zu sein, um die Fülle der Gnade zu empfangen, aber nur für diesen Augenblick. (mehr...)

Montag, 11. April 2011

Buchauszug: Licht, Kraft und Weisheit von Swami Sivananda

SIVANANDA GITA
Swami Sivanandas Autobiografie in seinen eigenen
Worten wurde von ihm vom 1. bis 18. Januar 1946
handschriftlich niedergeschrieben:

Ich wurde am 8. September 1887 in Pattamadai, im Tinnevelly Distrikt, Tamil Nadu, als Sohn von P.S. Vengu Iyer und Parvati Ammal geboren, als Nachkomme von Appayya Dikshitar. Mein Stern ist Bharani.

Ich war als Junge sehr unartig. Ich studierte am S.P.G. College in Trininopoly. Ich arbeitete zehn Jahre als Arzt in Malaysia. Ich nahm 1924 in Rishikesh sannyasa.
Ich praktizierte 15 Jahre lang Askese und Meditation. Ich ging zehn Jahre auf Vortragstouren. 1936 gründete ich die "Divine Life Society" und 1945 die "All-World Religious Federation".

Ich bin in meinem Wesen wie ein Kind. So pflege ich Umgang mit allen und werde eins mit allen.
Ich bin immer glücklich und fröhlich und mache auch andere glücklich und fröhlich.
Ich bin voll erzieherischem Humor und strahle durch Humor Freude aus.
Ich respektiere alle und grüße jeden zuerst.
Ich spreche sanft. Ich gehe schnell.
Ich wiederhole die Namen Gottes und meditiere im Gehen und auch bei der Arbeit.

Ich arbeite stets hart. Ich habe einen intensiven Arbeitseifer. Ich schiebe nichts auf die lange Bank, sondern beende jede Arbeit sofort. Ich tue alles mit großer Geschwindigkeit.
Ich kann dem Diensteifer in mir nicht Einhalt gebieten. Ich kann nicht leben, ohne zu dienen. Ich habe große Freude am Dienen. Dienen hat mich emporgehoben. Dienen hat mich geläutert.
Ich verstehe es, andere zur Arbeit anzuregen, und tue das durch Güte, Dienen, Hochachtung und Liebe.

Ich praktiziere Asanas und andere Übungen sehr regelmäßig. Selbst den Kopfstand und Schulterstand führe ich noch aus. Ich übe auch Pranayama regelmäßig. Diese Übungen schenken mir wundervolle Gesundheit und Energie. Ich laufe täglich um die Bhajanhalle.

Ich kann keine feurigen Reden auf einem speziellen Stuhl halten. Ein besonderer Sitzplatz versetzt mir Stiche; ich stehe auf oder schiebe den Sitz weg und beginne dann zu sprechen. Auch wenn ich geistige Konferenzen leitete, saß ich nie auf einem besonderen Sitz.
Ich habe Freude am Schenken, ich schenke immer.

Ich bin jetzt 59. Ich fühle mich immer ganz jung. Ich bin voll Kraft, Schwung und Vitalität. Ich bin immer heiter; ich singe, tanze, renne, springe vor Freude. Ich bin robust und stark. Ich verdaue jede Art von Nahrung.

Ich arbeite ständig, lese und schreibe. Ich fahre nie in die Berge oder ans Meer, um Urlaub zu machen. Arbeitswechsel bedeutet mir Erholung. Meditation schenkt reichlich Entspannung.
Arbeit ist meine Freude. Dienen macht mich glücklich. Schreiben macht mir Spaß. Meditation energetisiert und kräftigt mich. Singen der Namen Gottes belebt mich. (mehr...)